Großherzog Wilhelm Ernst hat sich als kunstsinniger Mäzen für die Stadt Weimar große Verdienste erworben. Er holte unter anderem Harry Graf Kessler, Henry van der Velde und Walter Gropius an die Ilm und schuf damit das „Neue Weimar“. Unter seiner Ägide wurde sowohl die Weimarer Bildhauerschule als auch die Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule gegründet. Ohne den letzten Großherzog von Sachsen Weimar-Eisenach hätte es also kein späteres Bauhaus gegeben – und erst recht kein Neues Bauhausmuseum. Ferner wurde zu seiner Zeit das Carl-Alexander-Denkmal errichtet, das manche Mitbürgerinnen und Mitbürger heute wieder aufgebaut sehen wollen.

Wir halten es daher für dringend geboten, Großherzog Wilhelm Ernst mit einem würdevollen Denkmal, etwa einem Reiterstandbild, zu ehren. Dieses Denkmal könnte beispielsweise das jetzige Wieland-Denkmal auf dem jetzigen Wielandplatz ersetzen. Christoph Martin Wieland war ein intellektueller Satiriker, der dermaßen sophisticated daher kommt, dass er von 99% aller Deutschen ohnehin nicht verstanden wird. Die Stadt Weimar hat bereits zum 200. Todestag Wielands im Jahre 2013 durch weitestgehende Ignorierung des Jubiläums ohnehin sehr deutlich gemacht, was sie von ihm hält.

Wilhelm Ernst hingegen galt als preußisch, reaktionär, aufbrausend, hässlich und lärmend. Ein Charakter also, mit dem sich weit mehr Zeitgenossinnen und Zeitgenossen identifizieren dürften als mit Wieland.

4 Kommentare

  1. 1

    Wenn er lärmend und laut ist, dann passt der sowieso besser auf diesen Platz. Dann kann man sich über den gleich mit beschweren!

  2. 2

    Hallo, Ihr habt drei Wünsche frei.
    Den ersten, ein Wilhelm-Ernst-Denkmal, habe ich schon mal notiert.
    Welche Wünsche habt ihr noch?

  3. 3

    wir wärs mit einem WM-Denkmal?

  4. 4

    … ein Blumenstrauß? Schokolade? Socken?

Was denkst du?