Im April hätte die Grundsteinlegung für das Neue Bauhaus-Museum vonstatten gehen sollen, wird sich aber um mindestens ein halbes Jahr verzögern. Grund dafür ist, dass die Baukosten viel zu niedrig veranschlagt wurden. Kein einziges Angebot ist bei der ersten Ausschreibung eingegangen, das die Klassik-Stiftung als „wirtschaftlich“ bezeichnet. Es darf bezweifelt werden, dass nun günstigere Angebote eingehen. Entweder werden erhebliche Mehrkosten entstehen oder das Museum kann nicht wie geplant gebaut werden.

Die Weimarer Piraten befürchten, dass es in jedem Falle zu einem Image-Super-GAU für die Stadt Weimar kommen wird, wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird. Wir schlagen deswegen eine grundsätzliche Neuorientierung auf dem Minolplatz vor. Anstelle des bisher geplanten Museums wird an die Tankstellentradition auf diesem Platz angeknüpft und eine neue Tanke mit Bauhauselementen gebaut. Diese soll aus einem roten, dreieckigen Trakt für Benzin, einem gelben, quadratischen für Diesel und einem blauen, runden für Gas bestehen. In den großzügigen Gebäudeteilen wird es genügend Platz geben, um zahlreiche Bauhaus-Exponate auszustellen.

Mit einem museal aufgepeppten, aber wirtschaftlichen Tankstellenbetrieb würde die Stadt Weimar ihren Innovationsgeist mal wieder unter Beweis stellen und für ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sorgen. Wir sind davon überzeugt, dass die Bauhaus-Tanke eine weit höhere Akzeptanz in der Bevölkerung erführe als ein herkömmliches Museum, zumal der unhaltbare Zustand einer tankstellenfreien Innenstadt, den es nicht einmal zu DDR-Zeiten gab, endlich behoben werden würde.

An der Bauhaus-Tanke soll zudem ein „Kultur-Cent“ zur Finanzierung des Neuen Bauhaus-Museums erhoben werden, um die rechtzeitige Fertigstellung zum 200-jährigen Jubiläum zu garantieren. (ok)

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