Zukünftig mögliches Ortseingangsschild

Mit 2 Zustimmungen 10 Enthaltungen und 25 Gegenstimmen hat der Stadtrat Weimar die Chance vertan, im Ringen um die Kreisfreiheit neue Wege zu gehen. Die Weimarer Piraten waren mit dem Vorschlag gekommen, dem Stadtgebiet Weimars einen neuen Status zuzuordnen und diese neue Form beim Land zu beantragen. Als Grund dafür wurden die außerordentliche Dichte an kulturellen Stätten und Veranstaltungen und die damit verbundenen Ausgaben und Aufwendungen angeführt. Keine Stadt Thüringens hat dies in diesem Maße, gemessen an ihrer Größe.

Schon die Ablehnung einer Diskussion und das Nichtverweisen in die Ausschüsse zur weiteren Erörterung zeigte, dass man das Thema schnell von Tisch haben wollte. Mag der Grund die Ansicht auf Erfolglosigkeit sein, mag man sich am Namen gestört haben oder weils gerade nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist – trotz eingehender Erläuterung und der Aufforderung hier einmal klare Kante zu zeigen, gab es keine weitere Bereitschaft zur Diskussion. Auch Zwischenrufe zum Verweis in die Ausschüsse änderten nichts daran.

Wir Weimarer Piraten sind aber nach wie vor der Ansicht, dass die Stadt Weimar sich entweder das „Besondere“ bescheinigen lassen sollte, oder sie wird in Zukunft nichts anderes sein als eine kleine thüringer Provinzstadt. Zwar mit schön viel Kultur, mit mehr dann aber auch nicht. Und wenn die Kreisstadt dann vielleicht noch Saalfeld heisst, dann hat das ganze Buttons – Verteilen und das im Kreis tanzen und dabei das hohe Lied der Kreisfreiheit singen nichts genützt  – man wird eingekreist.

Thomas Brückner

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