Piraten regen Trennung von Klassik-Stiftung und Bauhaus an

100 Jahre ist es nun her, dass der letzte Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach abdanken musste. Bisweilen gewinnen die Bürgerinnen und Bürger Weimars allerdings den Eindruck, dass sich im 21. Jahrhundert ein neuer Fürst im Weimarer Stadtschloss eingenistet hätte. Die Art und Weise, wie die Klassik-Stiftung Weimar (Eigenschreibweise: Klassik Stiftung Weimar) und ihr Präsident ihre Selbstherrlichkeit ausleben, lässt sich seit vielen Jahren feststellen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn es um das Bauhaus geht. Es spricht Bände, wenn selbst die kreuzbrave SPD in Bezug auf das Bauhaus-Museum der Klassik-Stiftung vorwirft, den Stadtrat wiederholt hinters Licht geführt zu haben und die Menschen in unserer Stadt für dumm verkaufen zu wollen. Das ist heikel; war es doch vor allem ein SPD-MdB, dem Weimar das Danaergeschenk Bauhaus-Museum zu verdanken hat.

Da es ohnehin nicht den geringsten Grund dafür gibt, das eine Weltkulturerbe mit dem anderen in einen Topf zu werfen, haben die Weimarer Piraten massive Zweifel, ob das Welterbe Bauhaus bei der Klassik-Stiftung angemessen aufgehoben ist. Wir regen daher an, zu trennen, was nicht zusammengehört und das Bauhaus in eine neue Stiftung zu überführen. Wie das möglicherweise zu bewerkstelligen ist, werden die Piraten bei ihrer nächsten Sitzung (20.11., 19 Uhr, Felsenkeller) diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.


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