Bildung, Kunst und Kultur

Zum Wohnumfeld gehört nicht nur die Straße vor dem Haus oder der Platz um die Ecke. Zu einem guten Wohnumfeld gehören auch Kunst und Kultur.

Weimar hat auf diesem Gebiet in Thüringen das Meiste zu bieten. Weimarer Bauhaus und Klassik sind weltweit bekannt. Ihre Hinterlassenschaften werden international geschätzt und beworben. Doch darauf kann man sich nicht ausruhen. Es muss sich weiterentwickelt werden. Weimar darf nicht zu einer reinen Museumstadt werden. Kulturelles Leben muss sich auch außerhalb der Klassik- und Bauhausstätten, außerhalb von Museen abspielen.

Die Stadt, das Land und der Bund stecken bereits Millionenbeträge in die Bewahrung der großen Kunst- und Kulturschätze. Dagegen sind die Summen, die für andere Projekte, Vereine und Institutionen abfallen Kleinigkeiten. Wir kämpfen dafür, dass sich das ändert. Nicht umsonst haben wir die Initiative „Das Bauhaus neu denken“ unterstützt, da sie preiswertere Wege für ein repräsentatives Museum für das Bauhaus aufgezeigt hat. Dieses Geld hätte in unsere Vereine, in aktuelle Kunstprojekte, in Schulen, in die Musikschule, die VHS oder in die Stadtbücherei fließen können. Alle können Unterstützung brauchen, da sollte man das Geld nicht zum Fenster hinausschmeißen – zumal es auch von Weimarer Bürgern kam.

Wir möchten den Spieß umdrehen und Geld dahin schicken, wo es wirklich gebraucht wird. Deshalb kämpfen wir für einen schrittweisen Ausstieg aus Verträgen für die Finanzierung der Klassikstiftung. Hier, wie auch beim DNT sehen wir Land und Bund zuerst in der Pflicht. Auch fragen wir uns, ob es weiterhin sinnvoll ist, Bauhaus und Weimarer Klassik in einer Stiftung zu vereinen. Eine neue Umverteilung der Gelder in diesem Bereich halten wir für sinnvoll.

Kunst und Kultur sind meist finanzielle Zuschussgeschäfte, deren Wert man kaum wirklich beziffern kann, gute Bildung zahlt sich irgendwann für alle aus. Für alles braucht es aber Geld – also lasst uns das Vorhandene sinnvoll einsetzen!

Oliver Kröning
Fotos: Michael Pape

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *