Mobilität und Verkehr

Opfer verfehlter Verkehrspolitik

Anlässlich der Kommunalwahlen haben sich Vertreter aller Parteien auf die Fahnen geschrieben, für ein umweltfreundliches mobiles Weimar zu streiten. Und so war es nicht verwunderlich, dass das aktuelle Radverkehrskonzept Weimar 2030 mit den Stimmen der meisten Stadträte angenommen wurde.

Mit einer Auswertung von knapp 1000 Fragebögen zum Radfahren in der Stadt aus dem Jahr 2015 und fast 70 Seiten ist dieses Konzept zwar eine gründliche Analyse des Ist-Zustands, aber leider nur ein schwaches Instrument, die Stadt tatsächlich fahrradfreundlicher zu machen. Im Maßnahmenpaket für die nächsten 10 Jahre fehlt angesichts der Fülle von neuen Fahrradwegen, die man sich wünscht, eine verbindliche Zielvereinbarung darüber, dass tatsächlich einer gebaut wird.

Weimarer erinnern sich, wie lange es dauerte, den Ortsteil Taubach an die Innenstadt anzubinden: Mehr als 20 Jahre!

Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Lokalpolitik und ihrer Akteure sollten sich Stadträte deshalb auf das abrechenbar Machbare konzentrieren, statt auf das Wünschen. 

Radverkehrskonzept im Bürgerinformationssystem Weimar

Hans-Jörg Röhrich
Stadtratskandidat der Liste Piratenpartei zur Kommunalwahl 2019
Foto: Michael Pape



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